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Denkmalschutz und Denkmalpflege  

Denkmäler dokumentieren die Geschichte einer Stadt, sie erklären und belegen die historische Entwicklung. Vielfach zeigen sie das Unverwechselbare, das den Charakter einer Stadt ausmacht und zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt führt.

Seit 1980 regelt das Denkmalschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen (DSchG) den Umgang mit Denkmälern. Die Denkmäler in Wipperürth sind (gemäß § 3 DSchG) in der Denkmalliste eingetragen, die von der Unteren Denkmalbehörde (Hansestadt Wipperfürth, Stadt- und Raumplanung, Untere Denkmalbehörde, Marktplatz 15, 51688 Wipperfürth) geführt und fortgeschrieben wird.

Jegliche Veränderung an Denkmälern und bauliche Maßnahmen zur Instandhaltung und Instandsetzung bedürfen grundsätzlich einer denkmalrechtlichen Erlaubnis (gemäß § 9 DSchG). Das gilt für Vorhaben an eingetragenen Denkmälern und in den beiden Denkmalbereichen (Wipperfürth-Altstadt und Wipperfürth-Niedergaul) sowie für Vorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft von Denkmälern. Auch Maßnahmen, die baurechtlich genehmigungsfrei sind, sind denkmalrechtlich erlaubnispflichtig (§ 9 DSchG).

Bei baugenehmigungspflichtigen Vorhaben wird im Rahmen des Genehmigungsverfahrens die denkmalrechtliche Erlaubnis eingeholt. Die Untere Denkmalbehörde stellt auch das im Gesetz vorgeschriebene Benehmen mit dem Landschaftsverband Rheinland (Rheinisches Amt für Denkmalpflege) her.

Bei Bauvorhaben in Zusammenhang mit Denkmälern empfiehlt es sich grundsätzlich, möglichst frühzeitig die Untere Denkmalbehörde miteinzubeziehen. Beratungstermine sind nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Bei Erdarbeiten finden sich gelegentlich Funde von denkmalpflegerischer Relevanz. Solche Funde sind der Unteren Denkmalbehörde unverzüglich anzuzeigen (§§ 15–18 DSchG). Dort wird man die notwendigen Verfahren einleiten.