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Bauaufsicht des Magistrats  

Die Bannmeile der Stadt

"Wer ein Haus errichtet und dabei zum Schaden eines anderen, die ihm gesetzte Grenze ohne Genehmigung der 13 Geschworenen und trotz deren Verbot überschreitet, soll vor das gräfliche Gericht gestellt werden.....

1750 heißt es in einer Urkunde, dass der „Wasemeister – Abdecker“ mit Kassation seines Amtes bedroht wurde, weil er sein Haus nicht repariert und hatte verfallen lassen.

„Über Totschlag, Raub, Notzucht und Lüge richtete der Graf nach städtischem Recht...“ heiß es weiter im Kopiar der Urkunden zu den Stadtrechten.

Wer nicht in der Lage ist zu zahlen, soll entweder die Stadt für ein halbes Jahr verlassen oder einen Monat „in den Stoce sitzen to Wipperfürth“ (Gefängnis).

Kein Bürger der Stadt darf vor ein weltliches Gericht außerhalb Wipperfürth, abgesehen von offenkundiger Missetat, geladen werden.

Die Bannmeile der Stadt wird in zahlreichen Urkunden festgelegt und immer wieder bestätigt. Aus diesem Text erfahren wir den alten Stadtbereich:

Die Bannmeile geht um die Stadt von den zwei Linden vor dem Siegburger Tor an der Feste (Burg, heute Klosterberg), von der Burg zu den Hämmern, von dort nieder zur Wupper, von dort zur Linde vor der St. Antoniusbrücke (Wupperbrücke Bahnstraße, heute noch im Volksmund „Tönnesbrücke“ genannt), von hier auf den Hügel Wolfsberg (Wolfsiepen?), hier wo die „Worsype“ (Wolfsiepen) in die Wupper mündet, von dort zum hohen Stein auf der anderen Seite der Wetsegebrücke (Sanderhöhe?), fort zum Lackstein, wo man nach Stillinghausen fährt, von da zur Gaul zwischen den zwei Mühlen, wo die Eiche steht, von dort wieder zu den vorgenannten zwei Linden...“